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Manchmal frage ich mich, ob unsere Sprache verkommt. Wie ich darauf komme? Mein Nachwuchs spricht nur noch in Abkürzungen.
„OMG“, meinte kürzlich mein Töchterchen.
Ich schaute sie verdutzt an.
„OMG?“, fragte ich.
„Oh, mein Gott“, erklärte sie, während sie in ihr Smartphone blickte.
„Aha“.
Dann packte sie ihre sieben Sachen und machte sich auf den Weg zu ihrer Freundin.
„HDGDL“, rief sie noch, als sie das Haus verließ.
„HDGDL???“ – was wollte sie mir damit sagen?
Mein Sohn, der auf dem Sofa lümmelte klärte es auf: „Hab dich ganz doll lieb.“ „Hmmm….“, ich überlegte, was ich davon halten sollte.
„Da antwortet man dann einfach ‚IDA‘ – ‚Ich dich auch'“ unterbrach mein Sohn meine Überlegungen während er unverwandt auf sein Handy glotzte.

Jetzt wurde mir einiges klar! Dieses ständige am-Handy-Herumhängen ist die Ursache des ganzen Übels. Ja! Denn dort tippen sie dann – faul wie sie sind – nur noch Abkürzungen ein. Und das geht jetzt schon in die Sprache über. Na, super! Bald werden wir nur noch in Abkürzungen sprechen – und das reduziert dann zukünftig ein Gespräch von einer halben Stunde auf magere ein oder zwei Minuten.

„IMDMME“, murmelte ich und machte mich auf den Weg in die Küche.
„Wie???“, fragte der Junior überrascht und blickte sogar von seinem Handy auf.
„Ich mach dann mal Mittagessen“, übersetzte ich.

Wer sich nun fragt, was man tun kann, um das Verkommen der Sprache zu verhindern, dem kann ich nur den einen Tipp geben: Lotst die Kids weg von den Handys. Ich beispielsweise kassiere die Geräte bei jeder Gelegenheit ein: unaufgeräumte Zimmer, schlechte Noten, freche Antworten…  Nachdem meine Tochter nun schon seit einer Woche auf ihr Handy verzichten muss, hat sich ihr Wortschatz wieder extrem vermehrt. Und sie verabredet sich mit Freundinnen, kommuniziert über das normale Festnetztelefon (ja, das gibt es nämlich auch noch) und hat sogar wieder gemalt und gebastelt. Morgen bekommt sie ihr Handy wegen guter Führung zurück. Wer weiß, wie lange…

So, nun weg von Handys hin zum Kulinarischen, genauer gesagt zu einem tollen Eisrezept, das wir letztens auch beim Secret Supper gemacht haben: Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren. Die Kinder, die schon während des Testlaufs davon probieren durften, waren begeistert. Dafür legen sie sogar ihr Smartphone beiseite… 🙂

Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren

Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren

Zutaten für 14 – 16 Portionen

  • 800 ml Kondensmilch (Milchmädchen
  • 800 ml Sahne
  • 4 – 6 Tafeln Schokolade (Zartbitter)
  • 50 g geraspelte Schokolade
  • 1 kg Erdbeeren
  • 5-6 EL Amaretto
  • 4 EL brauner Rohrzucker

Zubereitung

  1. Schokolade mit der halben Sahnemenge erhitzen. Wenn alles flüssig ist, gut verrühren und abkühlen lassen.
  2. Kondensmilch und Sahne verquirlen.
  3. Alles in eine Eismaschine geben und so lange rühren, bis die Masse fest wird.
  4. Anschließend die Masse in eine mit Plastikfolie ausgelegte Kastenform (Kuchen) geben, mit Alufolie zudecken und über Nacht tiefkühlen.
  5. Erdbeeren vierteln und mit dem Rohrzucker und dem Amaretto vermengen – ziehen lassen. Eis aus dem Gefrierfach holen, in Scheiben schneiden auf dem Teller anrichten und die Erdbeeren dekorativ um das Eis verteilen.

Guten Appetit!

 

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