Smartphones

Manchmal frage ich mich, ob unsere Sprache verkommt. Wie ich darauf komme? Mein Nachwuchs spricht nur noch in Abkürzungen.
“OMG”, meinte kürzlich mein Töchterchen.
Ich schaute sie verdutzt an.
“OMG?”, fragte ich.
“Oh, mein Gott”, erklärte sie, während sie in ihr Smartphone blickte.
“Aha”.
Dann packte sie ihre sieben Sachen und machte sich auf den Weg zu ihrer Freundin.
“HDGDL”, rief sie noch, als sie das Haus verließ.
“HDGDL???” – was wollte sie mir damit sagen?
Mein Sohn, der auf dem Sofa lümmelte klärte es auf: “Hab dich ganz doll lieb.” “Hmmm….”, ich überlegte, was ich davon halten sollte.
“Da antwortet man dann einfach ‘IDA’ – ‘Ich dich auch'” unterbrach mein Sohn meine Überlegungen während er unverwandt auf sein Handy glotzte.

Jetzt wurde mir einiges klar! Dieses ständige am-Handy-Herumhängen ist die Ursache des ganzen Übels. Ja! Denn dort tippen sie dann – faul wie sie sind – nur noch Abkürzungen ein. Und das geht jetzt schon in die Sprache über. Na, super! Bald werden wir nur noch in Abkürzungen sprechen – und das reduziert dann zukünftig ein Gespräch von einer halben Stunde auf magere ein oder zwei Minuten.

“IMDMME”, murmelte ich und machte mich auf den Weg in die Küche.
“Wie???”, fragte der Junior überrascht und blickte sogar von seinem Handy auf.
“Ich mach dann mal Mittagessen”, übersetzte ich.

Wer sich nun fragt, was man tun kann, um das Verkommen der Sprache zu verhindern, dem kann ich nur den einen Tipp geben: Lotst die Kids weg von den Handys. Ich beispielsweise kassiere die Geräte bei jeder Gelegenheit ein: unaufgeräumte Zimmer, schlechte Noten, freche Antworten…  Nachdem meine Tochter nun schon seit einer Woche auf ihr Handy verzichten muss, hat sich ihr Wortschatz wieder extrem vermehrt. Und sie verabredet sich mit Freundinnen, kommuniziert über das normale Festnetztelefon (ja, das gibt es nämlich auch noch) und hat sogar wieder gemalt und gebastelt. Morgen bekommt sie ihr Handy wegen guter Führung zurück. Wer weiß, wie lange…

So, nun weg von Handys hin zum Kulinarischen, genauer gesagt zu einem tollen Eisrezept, das wir letztens auch beim Secret Supper gemacht haben: Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren. Die Kinder, die schon während des Testlaufs davon probieren durften, waren begeistert. Dafür legen sie sogar ihr Smartphone beiseite… :-)

Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren

Geeistes von der Schokolade mit marinierten Erdbeeren

Zutaten für 14 – 16 Portionen

  • 800 ml Kondensmilch (Milchmädchen
  • 800 ml Sahne
  • 4 – 6 Tafeln Schokolade (Zartbitter)
  • 50 g geraspelte Schokolade
  • 1 kg Erdbeeren
  • 5-6 EL Amaretto
  • 4 EL brauner Rohrzucker

Zubereitung

  1. Schokolade mit der halben Sahnemenge erhitzen. Wenn alles flüssig ist, gut verrühren und abkühlen lassen.
  2. Kondensmilch und Sahne verquirlen.
  3. Alles in eine Eismaschine geben und so lange rühren, bis die Masse fest wird.
  4. Anschließend die Masse in eine mit Plastikfolie ausgelegte Kastenform (Kuchen) geben, mit Alufolie zudecken und über Nacht tiefkühlen.
  5. Erdbeeren vierteln und mit dem Rohrzucker und dem Amaretto vermengen – ziehen lassen. Eis aus dem Gefrierfach holen, in Scheiben schneiden auf dem Teller anrichten und die Erdbeeren dekorativ um das Eis verteilen.

Guten Appetit!

 

Ein cooles Geschenk!

Sommerzeit – Biergartenzeit!
Wir haben in der Redaktion einen Kollegen, der geheiratet hat. Und wir haben uns überlegt, was wir – seine lieben Kolleginnen und Kollegen – ihm schenken könnten. Ok, Bares soll es sein, denn nur Bares ist Wahres… so heißt es doch…?

Aber wie das Geld verpacken? Er steht auf Bierkrüge. Passend zur Sommersaison und Biergartenzeit, wie oben erwähnt, haben wir also beschlossen, dass er einen solchen bekommen soll! Und wie verstauen wir das Geld im Bierkrug? Dann kam die geniale Idee von einer Kollegin: Der Bierkrug wird mit gelben Gummibärchen und weißen Marshmallows befüllt. Und am Boden des Kruges liegt im Kuvert das Geld. Eine echt nette Idee, wie ich finde. Und die wollte ich unbedingt mit Euch teilen. Voilà!

Endlich wieder im Süden!

Da bin ich wieder! In Portugal! Dem Land der Sonne, des Meeres, der Buchten, der Fischer und der wunderbaren Strände. Ja, und ich liebe es hier! Ich weiß, ich habe es schon oft erwähnt – aber seien wir doch mal ehrlich: man kann es nicht oft genug erwähnen.

Diesmal bin ich nur für eine Woche in Portugal, aber ich werde auch im August drei Wochen hier verweilen, hier in Armacao de Pera im Süden Portugals an der wunderschönen Algarve. Der Grund ist ja bekannt: meine Eltern leben in der Nähe – in einem kleinen Ort namens Alcantarilha. Und wer weiß noch, wie lange? Darum nütze ich dies aus.

Ich genieße jeden Tag hier. Wir fahren hinunter zum Strand und trinken meist erstmal etwas bei Pedro in dessen Bar. Anschließend schlendern wir die Promenade am Strand entlang an den Fischerbooten vorbei, spazieren die Gassen hoch und bummeln durch die kleinen Läden.

Ja, und wenn wir dann im Haus meiner Eltern gemütlich auf der Veranda sitzen, trinken wir das eine oder andere kühlende Getränk. Und diesmal habe ich Ginger Lemonade gemacht. Ich habe diese Limonade mal am Flughafen getrunken und war restlos begeistert. Darum habe ich im Internet nach einem entsprechenden Rezept gestöbert und bin tatsächlich fündig geworden. Hier nun das Ergebnis:

Ginger Lemonade

Ginger Lemonade

Zutaten

  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 Zitronen
  • 10 Minzblätter
  • 4 – 6 EL brauner Zucker
  • 1200 ml Sprudelwasser

Zubereitung

1. Ingwer reiben und den Saft und den Ingwerbrei in einen kleinen Behälter geben.
2. Zitronen mit dem Zestenreißer abreiben und anschließend auspressen. Zesten und Saft zum Ingwermus geben.
3. Minzblätter zugeben und etwas stampfen. Dann Zucker zufügen und umrühren.
4. Das Ganze für eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.
5. Später den Behälter herausholen und das Ganze durch einen Sieb gießen. Anschließend das Sprudelwasser ebenfalls durch den Sieb, in dem das Ingwermus ist durchgießen. Die Minzblätter herausholen und zum Getränk geben. Evtl. mit Zucker abschmecken.

Ein Secret Supper im Frühling

Gestern hatten wir wieder ein Secret Supper.  Während wir in der Küche werkelten, haben sich unsere Gäste, wie wir den Eindruck hatten, prächtig amüsiert. Wir hörten das Lachen bis in die Küche und freuten uns, dass sie Spaß hatten. Es waren übrigens 15 Personen, die an unseren Tischen saßen. Einige waren “Wiederholungstäter”, wie wir so schön sagen, wenn jemand schon zum zweiten, dritten oder vierten Mal kommt.

Dass uns hin und wieder mal Pannen passieren ist nicht zu leugnen. Was? Ihr glaubt das nicht? Ist aber so!

Ich erinnere mich bespielsweise an eines unserer ersten Secret Supper im Mai, ich glaube, 2011. Da wollten wir Holunderblüteneis servieren. Und das Eis wurde und wurde in der Eismaschine nicht fest. Also planten wir spontan um und servierten das Halbgefrorene als Holundersorbet in hübschen Gläsern.

Oder wie war das damals mit der angebrannten Tomatentarte? Oder dem vergessenen Parmesan zum Risotto? Oder als das Duett vom Frischkäse bazig wurde? Oder als der Krokant Feuer fing?

Ja, wir könnten Geschichten erzählen…  Aber nicht nur beim Essen passierten Pannen, nein, auch vergaßen wir mal, einigen unseren Gästen die Adresse mitzuteilen. Es brauchte viel Überredungskunst, sie zu überzeugen – nachdem wir merkten, dass die Runde in unserem Wohnzimmer noch nicht komplett war – doch noch den Weg aus München zu uns anzutreten. Und – gottseidank – hat es ihnen so gut gefallen, dass sie “Wiederholungstäter” wurden.

Zurück zu gestern. Wir servierten unter anderem auch Spargelbruschetta mit Gorgonzola und gerösteten Walnüssen. Ihr wollt das Rezept? Voilà!

 

Spargelbruschetta mit Gorgonzola und gerösteten Walnüssen

Spargelbruschetta mit Gorgonzola und gerösteten Walnüssen

 

Zutaten für 8 – 10 Personen

  • 1 kg Spargel
  • 10 EL Olivenöl
  • Meersalz
  • Pfeffer
  • 100 g Walnüsse
  • Baguette
  • 300 g Gorgonzola
  • 16 Kirschtomaten
  • 1 Baguette

Zubereitung

  1. Backofen auf 200°C Ober-Unterhitze vorheizen. Spargel waschen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel auf ein Backblech legen, mit Olivenöl bepinseln und mit Meersalz bestreuen. Ca 15 min im Ofen grillen.
  2. Anschließend Spargel in kleine Stücke schneiden und mit Öl, Salz und Pfeffer vermengen.
  3. Walnüsse klein hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten.
  4. Baguettescheiben im heißen Backofen rösten, bis sie knusprig sind. Gorgonzola in kleine Stücke schneiden.
  5. Tomaten waschen, trocken tupfen und der Länge nach halbieren.
  6. Walnüsse unter den Spargel heben. Anschließend Gorgonzolastückchen vorsichtig untermischen. Brotscheiben noch warm mit dem Spargel belegen. Tomaten dekorativ dazu legen. Sofort servieren.

Tipp: Alternativ zu den Walnusskernen kann man Pinienkernen nehmen.

Am schönsten ist’s am Ammersee!

Wir wohnen wunderschön – am Ammersee und unweit vom Wörthsee. Wir haben unsere Strandbar, unseren Il Kiosko und unsere Seen – fünf um genau zu sein:  wie gesagt, den Ammersee und  Wörthsee und außerdem noch den Pilsen-, den Wesslinger- und den Starnberger See. Traumhaft! Und in dieser Kulisse dürfen meine Kinder groß werden, darf ich wohnen. Ja, wir leben dort, wo andere Urlaub machen.

Hier in paar Impressionen:

Strandbar

Strandbar

Ammersee

Ammersee

Singles

Ich weiß nicht, wie das bei Euch ist, aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schwirren jede Menge Singles umher. Männlein wie Weiblein. Woran das liegt? Vielleicht ist man nun in einem Alter, in dem man beschließt, dass nicht funktionierende Beziehungen beendet werden sollten, weil die Kinder schon größer sind? Vielleicht liegt es aber auch an der Midlifecrisis? Oder der Partner hat sich nicht als Partner für’s Leben entpuppt und nun möchte man oder frau sich auf die Suche nach dem perfekten Lebensgefährten begeben. Wie auch immer…. Ein Teil meiner Freundinnen und auch Freunde haben sich dazu entschlossen, auf einschlägigen Internet-Single-Portalen ihr Glück zu versuchen. Als bekennende Gegnerin dieser Portale versuche ich bei besagten Personen, meinen Einfluss geltend zu machen und sie von der Unsinnigkeit einer solchen Plattform zu überzeugen.

„Warum bist Du so dagegen?“, höre ich dann.
„Weil das Quatsch ist. Da preisen sich nur diejenigen an, die im realen Leben keinen Erfolg beim anderen Geschlecht haben.“
Woher ich das weiß? Ich bekomme immer die unglaublichsten Geschichten erzählt, die Freundinnen und Bekannte erlebt haben. Eigentlich sollte ich ein Buch darüber schreiben. Eine Bekannte erzählte mir beispielsweise, dass sie sich mit einem potenziellen Interessenten getroffen hätte, der sie dann nach einem gemeinsamen Essen auf der Rechnung sitzen ließ. Eine andere berichtete, dass sie die Schuhe ausziehen musste, bevor sie ins Auto steigen durfte. Wieder eine andere berichtete, dass der interessierte Single gar kein Single, sondern verheiratet war. Ach ja, und eine weitere Freundin erzählte von einem, der beim ersten Date gleich mit seinem Köfferchen kam, in dem er seine diversen „Spielsachen“ für die Nacht dabei hatte… Mir fehlen die Worte!

Zudem stimmten die Profilfotos in diesen Portalen meist überhaupt nicht mit den entsprechenden Personen überein. Entweder handelte es sich um sehr alte oder um sehr gut bearbeitete Bilder. Auch die Altersangaben liefen nicht konform mit dem Äußeren der abgelichteten Individuen. Sie sahen live alle älter aus, als sie angeblich waren. Das konnte daran liegen, dass sie sich schlichtweg ein paar Jahre jünger gemacht hatten oder einfach einem ungesunden Lebenswandel frönten, der sie schneller altern ließ… Beides sind echte k.o-Kriterien!

Ok, es mag sein, dass es auch glückliche Paare gibt, die sich im Internet kennen gelernt haben. Aber irgendwie gefällt mir der Gedanke nicht, dass meine Freundinnen komischen Typen mit irgendwelchen Koffern aus dem Internet begegnen…

„Warum versuchst du Dein Glück nicht im realen Leben?“, schlug ich vor. „Ich habe mal gelesen, dass man Samstag Nachmittag oder unter der Woche kurz vor Ladenschluss im Supermarkt die meisten Singles trifft. Mach’ das doch mal!”

Ich erntete nur ein müdes Lächeln – dabei ist die Idee doch gut!

“Oder warum unternimmst du nicht einfach Dinge, die Dir Spaß machen?”, fuhr ich gnadenlos fort. “Vielleicht triffst du dann dort das ganz große Glück. Geh‘ in Ausstellungen, Konzerte oder einfach in eine nette Bar. Oder mach‘ den Segelschein, besuch‘ einen Sprachkurs oder geh‘ in eine Lesung.“

Ich finde, dass Gemeinsamkeiten in einer Beziehung sehr wichtig sind. Dann ist es doch clever, dorthin zu gehen, wo man auf Menschen trifft, die gleiche Interessen haben, oder?

Vorschläge hatte ich genug. Doch die fruchteten nicht bei meinen Freundinnen. Ich verstehe einfach nicht, was einem an einem Mann gefällt, der sich im Internet anbietet? Das erinnert mich an diverse Tier-Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften: „Wer will mich?“ steht unter einem Foto, auf dem ein armer Hund mit traurigem Blick abgebildet ist. Nur, dass der Hund sein Foto nicht bearbeitet, sich nicht jünger macht oder mit irgendwelchen Köfferchen antrabt…

Vielleicht werde ich meine alleinstehenden Freundinnen einfach an meine alleinstehenden Freunde vermitteln. Das wäre doch auch eine Möglichkeit!

Nun, lassen wir das… – wir kommen hier irgendwie nicht weiter – und wenden uns den kulinarischen Themen zu.

Meine Tochter ist – wie ich – dem Kochen sehr zugetan. Nachdem sie leidenschaftlich gerne Fleischsalat isst und ich aber die abgepackten (Fleisch-)Salate ablehne, haben wir beschlossen, den Fleischsalat selbst zu machen. Und tatsächlich: der “homemade’ Fleischsalat schmeckt genauso wie der gekaufte – nur dass wir wissen, was drin ist. Hier das Rezept:

Fleischsalat

Fleischsalat

Zutaten für 4 – 6 Personen
350 g Fleischwurst
350 g Gewürzgurken
350 g Mayonnaise
3 EL Schmand
etwas Sud von den Gewürzgurken
etwas Salz
etwas Pfeffer
Zubereitung:
1. Fleischwurst zuerst in dünne Scheiben und anschließend in Streifen schneiden.
2. Gewürzgurken gut abtropfen und in kurze, schmale Streifen schneiden.
3. Mayonnaise mit dem Schmand, dem Sud und dem Salz und Pfeffer verrühren.
4. Alles miteinander vermengen und ein paar Stunden kühl stellen.

Der Klassiker: Das Club-Sandwich

Heute gab es mittags das Club-Sandwich bei uns. Erstmals wurde besagtes Sandwich um 1900 in New York serviert. Und irgendwie habe ich immer vor meinem geistigen Auge einen antiquierten, amerikanischen Salon, in dem ältere, Zigarren rauchende und Whiskey trinkende Herren sitzen und ein Club Sandwich bestellen… Komisch… Dabei war ich nie dabei. Logischerweise, denn es gab mich damals ja noch gar nicht.

Als wir also heute das Sandwich machten, holte ich einen schönen Teller hervor und zwei weitere für den normalen Hausgebrauch.
Meine Tochter blickte mich fragend an.
“Warum so einen Teller?” Sie deutete auf den schönen Teller.
“Weil ich für Table Talks ein Foto machen möchte”, erklärte ich.
“Darf ich danach das Sandwich von dem Teller essen?”
“Warum willst Du das?”
“Weil der Teller schöner ist als die anderen.”
“Das ist ja wieder typisch! Wenn man jemanden liebt, dann überlässt man demjenigen den Teller und beansprucht ihn nicht immer für sich”, appellierte ich an ihre Ehre in der Hoffnung, sie würde nun den schönen Teller ihrem Bruder oder mir gönnen. Aber weit gefehlt!!!
“Ja! Wenn Du mich also liebst, dann gibst Du mir den Teller!”

Wir wissen alle, wer den Teller bekam….

Hier nun das wunderbare Club-Sandwich, das meine Kinder und mich restlos begeisterte:

Club-Sandwich

Club-Sandwich

 

Zutaten für 2 Personen
2 Stk Hähnchenbrustfilets
8 Scheiben Speck
6 Scheiben Toast
4 Blätter Eisbergsalat
1 Stk große Tomate
4 EL Mayonnaise
etwas Salz
etwas Pfeffer
Zubereitung:
1. In eine Pfanne etwas Olivenöl geben und diese erhitzen. Hähnchenbrustfilets hineingeben und gut durchbraten lassen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
2. Den Speck in eine beschichtete Pfanne geben und braten.
3. Die Toastbrotscheiben toasten.
4. Den Salat waschen. Die Tomate in dünne Scheiben schneiden.
5. Die Toasts mit Mayonnaise bestreichen und mit Salatblättern belegen. Hähnchenbrust in Scheiben schneiden und darauf geben. Anschließend die Tomatenscheiben und zwei Scheiben gebratenen Speck darauf legen. Dann kommt der nächste Toast darauf, nochmals Salat, Hähnchenbrust, Tomaten und Speck und mit dem dritten Toast darüber abschließen. Sandwich schräg durchschneiden und durch jedes “Dreieck” einen Zahnstocher stecken. Fertig!

Über Schnulzenabende und WGs

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Manchmal veranstalte ich mit meinen Freundinnen einen „Schnulzenabend“. Das heißt, wir sehen uns gemeinsam einen Film an – einen Liebesfilm oder einen Film, der „unser Herz rührt“. Dabei knabbern wir Chips, trinken ein Gläschen Rotwein und halten die Taschentücher parat. Ok, letzteres war bisher nur sehr selten der Fall…

Dieser Schnulzenabend hat auf jeden Fall schon Tradition erlangt. Es ist schön, sich zusammen auf die Couch zu lümmeln und gemeinsam einen Film zu sehen.

Neulich trafen wir uns wieder bei mir. Allerdings handelte es sich bei dem Film nicht um eine Schnulze, sondern um eine Komödie. Der Titel: „Wir sind die Neuen“. Ein Film mit Gisela Schneeberger und Heiner Lauterbach, der erst noch vor kurzem in den Kinos lief. Ich konnte ihn damals nicht sehen, aber er wurde mir wärmstens empfohlen. Darum habe ich ihn mir zu Weihnachten geschenkt.

Hier die Kurzinfo:

„Drei Alt-68er aus der früheren Studenten-WG ziehen nach 35 Jahren wieder zusammen, aus Geldmangel und um die gute alte Zeit wieder aufleben zu lassen. Dabei geraten sie mit der jungen Studenten-WG einen Stock höher aneinander. Während die entspannten Oldies nachts trinken, philosophieren und alten Hits lauschen, wollen die pflichtversessenen Youngster nur Ruhe, Ordnung und Sauberkeit. Die Generationen kriegen sich in die Haare und merken nur langsam, dass beide voneinander profitieren können.“ (kino.de)

Warum man ihn mir wärmstens empfohlen hat? Natürlich, weil er gut ist. Aber auch, weil die anderen wissen, dass ich mir vorstellen könnte, gemeinsam mit Freunden zu wohnen. Am liebsten in einem Haus – ähnlich einem Mehrgenerationenhaus -, in dem jeder seine eigene Wohnung hat, aber es zusätzlich noch eine gemeinsame Küche und ein gemeinsames Wohnzimmer gibt. Und ein schöner Garten, wo man zusammen grillen könnte. Ja, das ist im Kommen, heißt es: WGs oder Mehrgenerationenhäuser – nicht nur für Studenten, sondern auch für andere Akltersklassen. Mir würde es Spaß machen, für andere zu kochen oder aber auch mich von anderen bekochen zu lassen. Ich fände es schön, am Abend am Kamin gemeinsam mit anderen einen Tee oder ein Glas Wein zu trinken.

Tja, ob ich irgendwann einmal tatsächlich so leben werde, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich – sollte es dazu kommen – meinen lieben Mitbewohnern folgende Suppe kredenzen werde: die Tom-Yum-Gung-Suppe, eine wunderbare asiatische Suppe, die nicht nur zu meinen Lieblingssuppen zählt.

Tom Yum Gung

Zutaten:

1 l Gemüsebrühe
1 Stk frischer Thai-Ingwer (Galgant)
2 Stk Frühlingszwiebeln
1 Stängel Zitronengras
4 Stk Zitronenblätter (Kaffir-Limette)
3 EL Limettensaft
2 EL Fischsauce
 1/2 TL geröstete Chili-Paste
1 Bund frischer Koriander
2-5 Stk kleine, rote Chilischoten
500 g Hummerkrabben
2 Stk mittelgroße Tomaten
200 g asiatische Poku-Pilze oder kleine Champignons
  1. Thai-Ingwer (Galgantwurzel) in 3 mm Scheiben schneiden, Champignons putzen und halbieren und die Tomaten grob würfeln. Chilischoten entkernen und  in Scheiben schneiden und das Zitronengras in 3 cm kleine Stücke schneiden.
  2. Gemüsebrühe in einem Topf mit dem Thai-Ingwer, Korianderwurzeln, Zitronenblätter, Zitronengras und Frühlingszwiebeln fünf Minuten kochen lassen.
  3. Garnelen, Champignons, Tomaten und die Fischsauce zur Brühe geben und ca. 8 – 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Mit Limettensaft abschmecken und mit den Chilischoten würzen und ca. zwei Minuten ziehen lassen.
  5. Die Tom Yum Gung-Suppe mit den geschnittenen Korianderblättern bestreuen und heiß servieren. Dazu kann thailändischer Duftreis gegessen werden.

Guten Appetit!

Vom Fernweh und von Hausarbeiten

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BaliJa, mich plagt das Fernweh. Das Novembergrau trägt nicht unbedingt dazu bei, dass meine Reiselust gedämmt wird. Nein, ich bin immer dabei, im Internet mögliche Flugziele auszukundschaften, andere Länder zu erkunden oder einfach nur Fotos von Städten, Inseln und Meeren anzusehen.

Und dann überlege ich mir, wann ich meine nächste größere Reise machen könnte. Das ist gar nicht so einfach, denn ich habe Kinder, die im Schulalter sind und wir wissen ja alle: wer in den Schulferien verreisen möchte, der zahlt das Doppelte und Dreifache, als jemand, der außerhalb der Ferienzeiten verreist.

Nun gut, denke ich mir, dann werde ich noch ein wenig geduldig sein. Dann werde ich eben erst in sechs oder sieben Jahren meine größeren Reiseziele verfolgen. Denn dann sind die Kids aus dem Gröbsten…

Wohin ich fliegen möchte? Philippinen, Costa Rica, Panama, Bali, Australien, Neuseeland, Vietnam, Thailand, Indien, USA, Südamerika… Die Liste ist endlos.

“Aber Du kannst doch die Kinder nicht allein lassen”, meinen Freunde. “Selbst wenn sie 18 sind, sollte man sie nicht unbeobachtet lassen!”
“Wie?”
“Ja, die haben auch mit 18 noch allerhand Mist im Kopf.”
“Aber in anderen Ländern gehören 18-Jährige doch schon zum alten Eisen. In Indien zum Beispiel. Da sind sie schon verheiratet.”
“Naja, bei uns sind 18-Jährige noch Kinder. Schau dich doch mal um. Die können doch noch  nicht mal ein Spiegelei braten…”
Ok, bei manchen mag das stimmen. Also muss ich meine Kinder in das echte Leben einweisen.

Mein Sohn und meine Tochter sind nicht besonders begeistert, als ich ihnen die Waschmaschine erkläre, ihnen zeige, wie man die Wäsche trennt und wie man was womit wäscht. Dann zeige ich ihnen, wie die Spülmaschine funktioniert. Als ich ihnen noch erkläre, wie man die Betten bezieht, den Staubsauger benutzt, den Herd und den Backofen bedient, beginnen die zwei sich aufzulehnen.

“Mama, das sind deine Aufgaben”, maulen sie. “Sollen wir jetzt deine Aufgaben erledigen oder was?”
“Hey, das sind von nun an auch Eure Aufgaben”, erkläre ich.
“Wir müssen in die Schule und lernen und haben sowieso kaum Freizeit.”
“Was soll ich sagen? Ich arbeite und komme nach Hause, putze, koche, wasche und räume euren Mist weg. Ich hab’ nie Freizeit!”
“Ja, denn du bist unsere Mama und Mamas müssen das machen!”

Na, super! Jetzt erkenne ich, dass ich meine Kinder falsch erzogen habe. Dass ich, wenn das so weitergeht, niemals mehr in meinem Leben verreisen kann.

Von nun an zieht Mama andere Seiten auf! Für Tipps bin ich übrigens dankbar!!!

So, um die Familienidylle bis zum nächsten Haushaltskurs wieder herzustellen, habe ich ein wunderbares Dessert gezaubert. Die Kids waren begeistert – ich ebenfalls.

Geeistes von der Kastanie auf Karamell-Baileys-Spiegel mit kandierten Maroni (die Kinder bekamen nur den Karamell-Spiegel ohne Baileys :-) )

Geeistes von der Kastanie

Geeistes von der Kastanie

Zutaten für 8 Personen
Für das Eis:
800 ml gezuckerte Kondensmilch (Milchmädchen)
400 ml Sahne, flüssig
200 g Maroni geschält und gekocht
Für die Karamell-Baileys-Sauce:
125 g Butter
250 g Zucker
175 ml Milch
1 Stange Vanille
4-5 EL Baileys
Für die kandierten Maroni:
200 g Maroni geschält und gekocht
100 g Puderzucker
Zubereitung:
1. Kondensmilch, Sahne und Maroni mit dem Stabmixer fein pürieren. Anschließend in die Eismaschine geben und so lange rühren lassen bis das Eis cremig wird. Eis in eine mit Plastikfolie ausgelegte Form geben, gut abdecken und über Nacht ins Gefrierfach stellen.
2. Butter in einem Topf bei milder Hitze schmelzen. Zucker zugeben und mit einem Holzlöffel rühren bis aus der Masse ein mittelbrauner Karamell entstanden ist.
3. Vanilleschote aufschneiden. Milch mit der aufgeschnittenen Vanilleschote erhitzen und in kleinen Portionen nach und nach in den heißen Karamell rühren. Baileys zugeben. Anschließend das Ganze mit einem Mixer ca. eine Minute kräftig verrühren. Kühl stellen.
4. Karamell über Nacht kühl stellen.
5. Maroni in kleine Würfel schneiden. Puderzucker in einer Pfanne erhitzen. Maroni zugeben und gut vermengen.
6. Karamell-Baileys-Sauce auf einen Teller geben, Eis in Scheiben schneiden und darauf legen und anschließend mit den kandierten Maroni bestreuen.

Genial: Feigen Carpaccio mit gebratenen Ziegenkäsetalern und geröstetem Speck

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Wir haben ja in Portugal einen Feigenbaum vor dem Haus. Und dieser Feigenbaum hat uns in den vergangenen Jahren zu einigen tollen Rezepten inspiriert. Zum Beispiel zu Feigenschnaps, Feigenlimes, Feigen Picolini, Feigenstreuselkuchen und gefüllten Feigen im Schinkenmantel. Auch in diesem Jahr habe ich überlegt, wie ich diese wunderbaren Früchte verarbeiten könnte. Und da kam mir die Idee, ein Feigen Carpaccio zu machen. Gedacht, getan! Und es ist gelungen! Die Familie war so begeistert, dass ich das Rezept am nächsten Tag wiederholen musste.

Viel Spaß  beim Nachkochen!

Feigen Carpaccio

Feigen Carpaccio

Zutaten:
6 Scheiben roher Schinken oder Speck
8 Feigen
1 Rolle Ziegenkäse
4 Zweige Rosmarin
08. Okt EL Olivenöl
1 EL Honig

Zubereitung:

Feigen waschen und in Scheibchen schneiden. Diese in eine Schale oder in einen Teller gefächert schichten.

Ofen auf 200° C Ober-Unterhitze vorheizen.

Die Nadeln von zwei Zweigen des Rosmarins klein hacken. Die anderen beiden Zweige teilen. Ziegenkäserolle ebenfalls in Scheiben schneiden, in eine feuerfeste Schale legen. Rosmarinzweige und –nadeln darüber verteilen. Öl darüber träufeln und für ca. 5-10 min in den Ofen geben.

Schinken oder Speck in einer fettfreien Pfanne rösten, bis er knusprig wird.

Ziegenkäsetaler, das Öl und den Rosmarin auf den Feigen verteilen. Anschließend den Honig darüber geben. Schinken oder Speck darüber verteilen. Fertig!

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